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Yes we tortured some folks.

 

Prolog:

Treffen sich Barack Obama, Donald Trump und ein namenloser Sozialist auf der Theaterbühne… Was sich anhört wie der Beginn eines schlechten Witzes, beschreibt die prominente Personage von Halina Martha Jäkels besonderem Ein-Frauen-Programm.

Außergewöhnlich ist diese Arbeit auf verschiedenen Ebenen. Die Künstlerin versteht die gnadenlose Dekonstruktion und Aneignung des populistischen Sprechens mächtiger Männer durch eine Frau als feministischer Akt des Empowerments. In der Spielweise verbinden sich performative Elemente und die scharfe Darstellung politischer Inhalte mit einer permanenten Publikums-Interaktion. Durch diese Form der Öffnung wird der gewohnte Rahmen des „Theater-Abends“ neu definiert.

Inhalt:

In drei Akten treten drei Politiker-Figuren auf. Diese Politiker – die in realen Vorbildern begründet liegen, jedoch künstlerisch überspitzt werden – präsentieren sich mit drei unterschiedlichen theatralen Strategien und versuchen über ihre jeweilige Spielweise das Publikum für sich zu gewinnen. In ihrem performativ-musikalischem Abend verkörpert Halina Martha Jäkel alle Protagonisten.

Barack Obama beginnt charmant, entspannt und humorvoll. Seine anfängliche Eloquenz entwickelt sich über wachsende intellektuelle Arroganz bis hin zu völlig egozentrischer Entrückung.

Donald Trump hingegen, spielt als Entertainer gekonnt die Klaviatur der „großen Gefühle“, lässt von überschwänglicher Begeisterung bis hin zu emotionalen Familiendramen nichts unversucht, um durch Spiel und Musik die Herzen des Publikums zu erobern. Auch die per Video eingespielten prominenten Live-Interviewpartner werden zu Bestandteil seiner grenzenlosen Selbstinszenierung.

Vielleicht ist es kein Wunder, dass es dem letzten Protagonisten, dem alternden linken Idealisten schlichtweg die Sprache verschlagen hat und er nur noch pantomimisch versuchen kann, seinen Aufruf zum Widerstand zu kommunizieren.

Hintergrund:

Das Phänomen des populistischen Sprechens betrifft unseren Alltag, es verändert unsere Wahrnehmung von Politik und Gesellschaft. Halina Martha Jäkel setzt sich in diesem Stück mit der politischen Rhetorik künstlerisch auseinander.

Wie kann es gelingen, diesen Populismus auf der Bühne auf interessante Weise zu entlarven?

Der Künstlerin Halina Martha Jäkel ist in diesem Stück wichtig, dass sich der Diskurs um populistisches Sprechen nicht am Phänomen des Rechtspopulismus erschöpft. Populismus heute betrifft nicht nur die offensichtlichen Feindbilder wie Trump, Le Pen und Konsorten. Genauso muss mittlerweile von einem neoliberalen Populismus gesprochen werden. 

Mögen nun Barack Obama und Donald Trump inhaltlich auch noch so weit auseinanderliegen – beide verkörpern ein politisches Versprechen, das weniger in konkreten Inhalten, sondern in medialer Präsenz begründet ist.

Ihr Stück verhandelt auf eine intelligente und gleichermaßen humorvoll-boshafte Art ein politisches Denken, das den Wert des inhaltlichen Arguments durch eine „Inszenierung des Ehrlichen“ ersetzt hat. Dazu begreifen sie diese Form der politischen Rhetorik als diskursiven Selbstzweck zur Erhaltung eines neoliberalen Systems.

„Yes we tortured some folks“ ist eine kluge und höchst unterhaltsame Mischung aus Schauspiel, Musik, Gesang und Artistik mit Physical Theatre-Elementen.

Pressestimmen:

„Yes, we tortured some folks“ zeigt intelligent und unverschämt, wie relativ die Welt der politischen Wahrheit ist… eine begabte Provokation!“ Rezension im GEA zur Eröffnung des Monospektakel-Festival. Artikel (PDF) öffnen

„Halina Martha Jäkel dekonsturiert als weiblicher Obama, Trump und namenloser Sozialist die Performance der populistischen Polit-Inszenierung und stiftet mit ihrer Crossover-Sause reichlich Verwirrung.“ Weitere Kritik zur Eröffnung des Monospektakel-Festival. Artikel (PDF) öffnen

„Durch genaue Beobachtung und präzises Spiel gelingt es Jäkel, die entlarvenden Züge ihrer realen Vorbilder herauszuschälen und dem Gericht des Publikums darzulegen. In Interaktion mit dem Publikum erkundet sie das Phänomen des politischen Sprechens, einer „Inszenierung des Ehrlichen“.“ Der Auftritt im Ballhaus Ost Berlin auf Theaterkritiken-Berlin. Link öffnen

 

Date:
Konzept / Autor*innen

Halina Martha Jäkel & Jakob Arnold